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    Deutsche Bescheidenheit und Alltagshelden

    Ich fahre gerne mit der Deutschen Bahn, trotz Verspätungen, stornierten Sitzplatzreservierungen, ausgefallener Klimaanlage oder Bahnsteigroulette. Das liegt vor allem an den Menschen und wie sie in diesem Chaos miteinander umgehen.

    Die Deutsche Bahn bringt wieder etwas Deutsche Bescheidenheit. Sitzplätze werden getauscht, Kinder auf den Schoß genommen, Koffer hochgehoben und gemeinsam gelacht. Die schlechte Internetverbindung ist kein Problem, sondern ein Feature. Statt Augen und Ohren vor der Welt verschließen zu können, sehen wir hin. Und helfen.

    „Ich beobachte euch schon so lange und nur im Angesicht des Grauens seid ihr in der Lage, euren edlen Kern zu entdecken und ihr könnt zweifelsohne sehr edel sein. Also ich bringe euch Schmerzen, ich bringe euch Schrecken, auf dass ihr ihn überwinden werdet.“
    – Erzengel Gabriel, Constantine

    Diese Szene hat mir schon immer Gefallen. Heute hat sich das Wort „Wohlstandsverwahrlosung“ eingebürgert. Auch wenn ich mir eine pünktliche, komfortable und bezahlbare DB wünsche, sehe ich wie sie Menschen zusammenbringt.

    Und ganz vorne sind die Bahnmitarbeitende, die mit erstaunlichem Humor immer noch das beste aus der Situation rauszuholen. Großen Respekt. Auf meiner letzten Banhnfahrt haben mir zwei Ansagen besonders gut gefallen.

    Vergessen sie beim Aussteigen bitte nichts und vor allem niemanden.

    Menschen sind wichtiger als alle Besitztümer ❤️. Und passend dazu bei einem Halt in Leipzig

    Wir haben einen planmäßigen Aufenthalt von 12 Minuten in Leipzig. Vertreten sie sich gerne die Beine, auch mit den Kindern. Und ich will niemanden vor den Ausstiegen rauchen sehen! Dafür gibt es in Abschnitt C-D einen extra Bereich.

    Rücksicht auf die nehmen, die unseren Schutz bedürfen.

    Danke an diese Alltagshelden ❤️

    Beitragsbild von Jannik auf Unsplash

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